oben: Cyril Frei (Deputy Schweiz), Stefanie Zbinden, Nicole Ospelt (Liechtenstein), Daniel Rutschmann, Arnaud Maret (Leader Schweiz)
unten: Robert Meier (Leader Liechtenstein), Sijing Huang, Fabian Jin, Henning Zhang, David Rusch, Fabian Keller (Deputy Liechtenstein)

Tag 1 (Ankunft und Einfindung)

Nachdem wir unseren gut zwölfstündigen Flug überstanden hatten, wurden wir sogleich von der schwülen Hitze Hong Kongs erschlagen, was jedoch kaum unsere Vorfreude auf die bevorstehende IMO zu schmälern vermochte. Durch das Trainingscamp in Ljubljana waren wir gut vorbereitet und da fünf Sechstel des Schweizer Teams bereits an der IMO 2015 waren, mangelte es uns auch an Erfahrung nicht. Was jedoch eine viel grössere Rolle spielte als Aussicht auf potentiellen Erfolg, war die Tatsache, dass wir in der Metropole Hong Kong mathematische Ferien verbringen durften.

d.g.à.d. Jonas Kühne (Observer), Andreas Bärtschi (Deputy Leader), Viera Klasovita, Yunshu Ouyang, Stefanie Zbinden, Ivana Klasovita, Viviane Kehl (Leader)

L’EGMO 2016 s’est déroulé du 10 au 16 avril à Busteni, une petite ville en Roumanie. L’équipe suisse était composée de quatre filles : Stefanie Zbinden du canton de Glaris, Viera et Ivana Klasovita du canton de Zürich ainsi que Yunshu Ouyang du canton de Genève.

v.l.n.r: Nika Bedek (Guide), Viera Klasovita, Cyril Frei (Leader), Patrick Stalder, Ari Jordan, Pascal Sommer,
v.l.n.r: Sijing Huang, Marco Cavaleri, Louis Hainaut (Deputy Leader)

Tag 1: Abfahrt

An unserem ersten Tag des MEMO – Abenteuers, noch vor der Abfahrt, haben wir uns an der ETH Zürich zum ersten Mal an einer Teamprüfung versucht. Nachdem wir 5 Stunden mit den Aufgaben der MEMO 2010 verbracht haben, gingen wir dann noch in die Mensa etwas essen. Danach gingen wir hinunter an den Hauptbahnhof und stiegen pünktlich in den Nachtzug ein. In diesem Nachtzug besassen wir zwei Viererabteile. In dem einen Abteil wurde dann ein Kartenspiel gespielt (Es handelt sich dabei um das sagenumwobene Schweizer Mathe – Olympiade Spiel), währendem die anderen aufgrund der legendären MEMO Frage 2015 (kurz MEMOF 2015) am Probleme mit dem Einschlafen hatten.

 

IMO 2015 Chiang Mai, Thailand

Die Internationale Mathematikolympiade, kurz IMO, ist ein globaler Mathematikwettbewerb für Schüler unter 20 Jahren, die noch nicht studieren. An der IMO 2015 nahmen weltweit insgesamt 582 Teilnehmer aus 114 verschiedenen Ländern teil. Auch die Schweiz schickt jährlich ein Team von sechs Mitgliedern an die IMO. Diese sechs Leute werden durch vier Selektionsprüfungen von total 18 Stunden Dauer ermittelt. Dieses Jahr waren Horace Chaix, Fabian Jin, David Rusch, Daniel Rutschmann, Stefanie Zbinden und Henning Zhang die sechs, welche die Schweiz an der IMO vertreten durften. Der Leader des Teams war Clemens Pohle und unser Deputy Leader war Dimitri Wyss. Das Liechtensteiner Team geht jeweils zusammen mit der Schweiz an die IMO. Dieses Jahr bestand das Team aus Robert Meier, Leader Alain Rossier und Deputy Leader Jana Cslovjecsek.

de g. à d.: Horace Chaix, Henning Zhang, David Rusch
de g. à d.: Fabian Jin, Marco Cavaleri, Linus Rösler

Après une dernière journée de préparation à Zürich, nous sommes partis en fin d’après-midi pour Bâle, d’où on a pris un avion pour Dresden. Quelques minutes plus tard, nous voilà arrivés dans cette ville totalement reconstruite après la guerre et qui porte encore quelques marques de l’époque communiste, dont notamment une inscription en lettres capitales, à peine lisible, au sommet d’un bloc HLM et qui dit : « Der Sozialismus siegt ».

Es war kalt. Wir wurden gefordert und gefördert, getäuscht und enttäuscht, im Kleinen und Grossen überrascht.

Tag 1, Ankunft
Wir rannten. Der Begriff "Olympiade" wird grundsätzlich mit athletischen Aktivitäten in Verbindung gebracht, aber es war nicht das, wofür wir angereist waren. Der verspätete Flug von London her ermunterte uns aber trotzdem, etwas sportlichen Eifer zu zeigen. Leider vergebens, denn wir mussten uns trotzdem auf den nächsten Flug umbuchen lassen. Solche Fehlschläge konnten unseren eisernen Siegeswillen aber nicht schwächen, und so betraten wir voll Zuversicht den Ort des Geschehens.

10. April:
Mehr oder weniger pünktlich traf sich die Schweizer Delegation am Check-In der Turkish Airlines in Zürich für das anstehende Abenteuer in der Türkei. Nach dem Verzehren des selbstgemachten Kuchens, den Stefanie für die Teilnehmenden mitgebracht hatte, hoben wir schon bald ab und landeten, nach einem Aufenthalt am etwas chaotischen Atatürk-Flughafen in Istanbul, sicher und voller Erwartungen in Antalya. Mit einem kleinen Bus, der extra für uns organisiert wurde, reisten wir dann weiter ins rund 30 Kilometer entfernte Belek ins Hotel Resort Belconti (ein typisches Resort vom Schlag "All-inclusive" an der türkischen Riviera, das sich selber grosszügigerweise 5 Sterne verlieh). Bei der schnell abgehandelten Registration trafen wir auf Büşra Erdoğan, unsere Deutsch sprechende und etwas nervöse Guide. Die Zimmer waren schnell bezogen und so reichte es denn auch noch knapp für ein etwas windiges, aber doch sehr angenehmes Mittelmeer-Fussbad im Mondschein, das den ersten Tag gelungen abrundete.

Am Mittwoch, dem 21. August 2013 war es endlich soweit: Der Tag der Abfahrt für die mitteleuropäische Mathematik-Olympiade in Veszprém, Ungarn war gekommen. Nachdem ich gefühlt zum hundertsten Mal mein Gepäck überprüft und festgestellt hatte, dass auch wirklich nichts, was für die Woche in Ungarn von Nöten sein könnte, fehlte, ging es zuerst nach Zürich, wo wir uns mit einer fünfstündigen Probeprüfung schon einmal auf die kommende Prüfungssituation vorbereiteten.

 

(v.l.n.r.: Jana, Clemens [Leader], Annalena, Viviane, Cyril [Deputy Leader], Stefanie)

 

8. April Ausgeschlafen und nach zwei offiziellen und einem inoffiziellen Treffen gut vorbereitet trafen wir uns am Montag zur Mittagszeit in Basel. Nach einer kurzweiligen, erstklassigen Zugfahrt kamen wir in Luxemburg an, und einige Zeit später waren wir dann auch schon in der Jugi und quartierten uns mit zwei Belgierinnen in einem Zimmer ein.

Nach dem Abendessen beschlossen wir, uns die Stadt anzuschauen. Da Stefanie eine Verletzung am Fuss hatte, gingen wir schon bald in ein Café und assen ein Eis. Danach suchten wir uns den schönsten Weg zurück zur Jugi. Dabei galt es, wegen Stefanie möglichst wenige Treppen zu erklettern und sich durch ein Loch in einer unsichtbaren Mauer zu zwängen.